Flora Madagaskars
Madagaskar hat eine der größten und artenreichsten Florabestände der Welt.
Die Bestandsaufnahme ist noch längst nicht abgeschlossen, jedoch gehen in Folge von Brandrodungen viele davon unerkannt verloren!
Der Bestand der madagassischen Flora soll etwa 10’000 bis 12’000 Pflanzenarten aufweisen.
Der Hauptteil davon kommt infolge der langen Isolierung nur auf Madagaskar vor.
Einige der madagassischen Pflanzenarten wurden weltberühmt:
• der Feuerbaum (Delonix regia)
• der Baum des Reisenden (Ravenala)
• der Christusdorn (Euphorbia)
• die Bastpalme (Raphia)
• der Baobab (Adansonia)
In nächster Zeit werden wir diese Seite kontinuierlich ausbauen
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Hier zum Beispiel ein kurzer Beitrag über eine Ravenala - Art:
Die zu den Bananengewächsen zählende Ravenala (Ravenala madagascariensis) zum Beispiel besticht durch ihre Wuchsform, die es ihr ermöglicht, in ihren Blätterteilen Wasser zu speichern.
Aufgrund ihrer Schönheit ist sie eine der Symbole Madagaskars geworden. (Nationalfahne und Air Madagaskar).
In vielen Teilen des Landes werden ihre Blätter für Dacheindeckungen verwendet.
Die Sukkulentenvielfalt Madagaskars
Auf Madagaskar findet man eine einzigartige Pflanzenwelt vor. Ein Großteil davon ist endemisch.
So kommen von den 11 bisher bekannten Baobab - Arten (Adansonia) 9 alleine hier vor. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich mit Ausnahme des Ostens auf die gesamte Insel, jedoch hauptsächlich in den Trockengebieten des Südens und Westens. Sie unterscheiden sich durch ihre Wuchsformen.
Die madagassische Bevölkerung verwertet fast die gesamte Pflanze, insbesondere den Samen, der zu einem hochwertigen Öl gepresst wird.
Die Bestände sind akut bedroht, da besonders in der Trockenheit die Bäume wegen ihrer hohen Wasserspeicherfähigkeit gefällt werden und als Viehfutter Verwendung finden.
Des Weiteren kommen in den oben genannten Gebieten unter anderem Sukkulenten wie Didiereaceen, Pachypodien und Euphorbien vor. Auch diese Pflanzengruppen speichern Wasser und können somit lange Trockenperioden überstehen.
Besonders die Didiereaceen beugen Wasserverluste durch Abwerfen ihrer ca. ein cm² großen Blätter vor. Die Pflanzen erreichen eine Größe von über 4m und haben einen Umfang von ca 20 cm. Sie dienen als Nahrungsgrundlage für viele Lemurenarten Madagaskars.
Die Gattung Pachypodien umfasst viele wasserspeichernde Arten, deren Wuchsform von unförmigen, kartoffelähnlichen Anhäufungen verdickter Sprossen, bis zu hohen Bäumen reicht, die man als Laie leicht mit Baobabs verwechseln kann. In der Trockenzeit können einige Arten völlig ihren Körper einziehen, verschwinden ins Erdreich und überstehen sogar Buschfeuer unbeschadet.
Die Gattung Euphorbien umfasst mehr als 200 Arten und ist von ihren Strukturen her holziger als die o.g. Pflanzengruppen. Sie gehören zu den Wolfsmilchgewächsen und sind daher sehr giftig. Als bekannteste Pflanze sei hier der Christusdorn genannt.
















