Madagaskar liegt wie ein Keil vor Afrika: der steil ansteigende Rücken ist gegen den Indischen Ozean gewandt, die Spitze zu einer Hochebene abgeflacht, die sanft gegen Westen hin ausläuft. Dementsprechend können drei große Zonen unterschieden werden, die jeweils von Nord nach Süd laufen:
Ostküste, Plateau und Westküste.
Die Ostküste besteht aus einem schmalen Küstenband, das schnell in ein hügeliges Hinterland aufsteigt. Von diesem Faltenbruch steigt der Ostabhang erneut steil gegen Westen an bis zum 800 bis 1500 müM gelegenen Hochplateau. Nördlich und südlich davon ist der Anstieg gemächlicher und geschieht über mehrere zwischengelagerte Hügel.
Im Norden fällt die Zwischenstufe eines Bruchtales weg. Dort kommen die Berge bis ans Meer heran, ebenso im Süden bei Fort-Dauphin. Das Hochplateau ist sehr variationsreich und keineswegs eine Ebene, wie die Bezeichnung suggeriert. Das Landschaftsbild wechselt zwischen sanften Hügeln und abrupten Abfällen. Es ist durchsetzt von Granitmassiven, Inselbergen, erloschenen Vulkanen und weist Ebenen unterschiedlicher Größe und ehemalige Sümpfe auf, welche mit Reisfeldern bebaut sind. Das Hochplateau weist ganz unterschiedliche Regionen auf.
In diesem rund 2000 Kilometer langen Küstenbogen von Norden über Westen bis hin zum Südosten werden Großregionen wie Mahavavy, Sambirano, Boina, Ambongo, Menabe, Mahafaly und Androy unterschieden.
Im Norden wird es vom vulkanischen Tsaratanana-Gebirge begrenzt. Dessen aus Basalt bestehender Gipfel Maromokotra steigt bis zu 2880 müM auf und ist somit der höchste Gipfel Madagaskars. Nördlich davon erhebt sich in der Region von Diégo-Suarez der ebenfalls durch Vulkanismus entstandene Montagne d'Ambre mit seinen vielen Kraterseen und den bis zu 80 Meter hohen Wasserfällen.






