Reservat Ankarana
befindet sich ca.120 km südwestlich von Antsiranana (Diego-Suarez) und ist als Naturreservat ausgewiesen.
Ankarana heißt aus dem madagassischen übersetzt "Wo es spitze Steine gibt". Hier befinden sich ausgedehnte messerscharfe Tsingy-Gebirgsstöcke. "Tsingy" kommt aus dem madagassischen und bedeutet übersetzt "Nadeln".
Entstanden ist das Gebirge aus einer riesigen Korallenbank, die im Laufe von Jahrmillionen aus dem Meer, in Folge von Erdbeben, herausgehoben worden ist. Da die Kalksteinformationen unterschiedliche Zusammensetzungen haben, wird durch Erosion und andere Einflüsse die Formgebung maßgeblich bestimmt.
Flusssysteme unterhöhlen das Gebirge und führen zusätzlich zu Auswaschungen. Als Resultat findet man hier zahlreiche Grotten, Seen und Höhlen.
Das Schutzgebiet erreicht man über zwei Parkeingänge, entweder von Westen oder Osten. Der Westeingang ist erst Wochen nach Ende der Regenzeit erreichbar, da ein Flussbett überquert werden muss (Regenzeit von November - März). Die Anfahrt dorthin gestaltet sich dann trotzdem sehr schwierig. Man benötigt ca. 6 Stunden bis zum Parkeingang.
Ein ortskundig geprüfter ANGAP Führer ist unbedingt erforderlich. Übernachtungsmöglichkeiten bestehen hier nur in Form von Camps im Ankarana-Naturreservat oder in unmittelbarer Nähe.
Von den Camps aus sollte man Wanderungen nur auf ausgewiesenen Pfaden mit sehr gutem Schuhwerk unternehmen, da ansonsten eine hohe Verletzungsgefahr wegen der messerscharfen Gesteinsformationen besteht.
Für Fotografen empfiehlt es sich die Touren zu unterschiedlichen Tageszeiten in Angriff zu nehmen, da die Lichtverhältnisse stark variieren und die Tiere nur zu bestimmten Zeiten anzutreffen sind. Besonders lohnt es sich in den Morgenstunden und ab dem frühen Nachmittag.
Gerade zwischen den Tsingys bieten sich interessante Fotomotive in Bezug der Fauna und Flora. Besonders die Pachypodien- und Euphorbienarten lassen sich dann gut fotografieren.
Die Fauna des Reservates ist vielfältig und zeichnet sich durch eine Vielzahl von Lemuren- und Chamäleonarten aus. Die Chamäleons kann man besonders bei Nachtwanderungen an den äußeren Ästen der Büsche entdecken!
Bitte keine Xenon-Lampen verwenden, da die Tiere erheblich geblendet werden!














