Der Singschwan (Cygnus cygnus)

Nationalpark Unteres Odertal


zählt innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Schwäne (Cygnus). Die Singschwäne erreichen eine Größe von etwa 150 cm und eine Flügelspannweite von etwa 200 cm. Das Gesamtgewicht der Männchen kann bis zu 12 kg betragen, hingegen die Weibchen erheblich leichter sind. Die Altvögel haben ein weißes Gefieder, der Schnabel und die Füße sind schwarz und als charakteristischer Farbtupfer im Oberschnabel befindet sich ein gelber Keil, der bis unter das Nasenloch geht. Die Jungvögel tragen hingegen ein helles, grau-bräunliches Gefieder, ihr Schnabel ist blass gelb. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zum Höckerschwan ist das Fehlen des Schnabelhöckers und die Haltung des Halses.
Verbreitungsgebiete :
Das Verbreitungsgebiet der Singschwäne erstreckt sich hauptsächlich auf Nordeuropa, Osteuropa bis Ostsibirien und bis zum Kaspischen Meer.
In den letzten Jahren wurden weitere Brutgebiete nachgewiesen darunter auch in Deutschland (Spreewald).

Vermehrung:

Singschwäne brüten an Seen und Sümpfen, sowie an Flussmündungen. In einem Alter von 4-6 Jahren beginnen die Tiere zu brüten. Die Paare leben ihr ganzes Leben zusammen. Das Gelege besteht aus 4-7 gelblich weißen Eiern und wird nur vom Weibchen in 35- 42 Tagen erbrütet.
Beide Elternteile ziehen die Jungen in ca. 8 Wochen gemeinsam auf.
Je nach Wetterlage verlassen sie dann mit ihren flugfähigen Jungen das Brutgebiet und ziehen in wärmere Überwinterungs-Gebiete in Richtung Mittel/ Westeuropa.

Im NP „ Unteres Odertal“ sind sie seit Jahren ständig in den Wintermonaten anzutreffen (ca. 300 – 1500 Tiere). Hier bleiben sie bis Ende März und ziehen dann zurück in ihre Brutgebiete.
Die Jungtiere bilden Schulen und beginnen ihr Brutgeschäft mit dem Erreichen der Geschlechtsreife.




Ernährung:
Singschwäne sind reine Vegetarier und ernähren sich von Wasserpflanzen. In den Überwinterungsgebieten ernähren sie sich solange von Wasserpflanzen, wie die Wasserflächen offen sind.
Ist ihre gewohnte Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich, weichen sie auf Rapsfelder oder andere Feldsaaten aus und verursachen hiermit erhebliche Schäden.
Finden sie auf den Feldern aufgrund von hohem Schnee oder Vereisung keine Nahrung mehr, ziehen sie weiter westwärts bis nach Holland/ England.


Die hier gezeigten Fotos sind ausschließlich in den Wintermonaten der Jahre 2005 - 2010 im Nationalpark „Unteres Odertal“ und angrenzender Gebiete entstanden.
Weitere Bilder von Singschwänen finden Sie in meiner Bildergalerie Bundesrepublik Deutschland Unteres Odertal Fauna Singschwäne.