Der Atlantische Regenwald von Brasilien





auch als „Mata Atlântica“ bezeichnet, bedeckte eine Fläche von ca. 2 Millionen km². Dieser etwa 50-200 km breite Küstenregenwald zog sich von der Ostküste Brasiliens bis nach Nordosten Argentiniens entlang und erreichte in seiner Tiefe den Osten von Paraguay.

Von diesen ursprünglichen Flächen sind heute nach Schätzungen etwa 5% übrig geblieben und liegen sehr verstreut. Der Hauptgrund seiner ungezügelten Vernichtung sind Abholzungen in den jeweiligen Ländern.

An der Ostküste Brasiliens liegen die Megastädte Rio de Janeiro und São Paulo, die sich auf Kosten der Küstenregenwälder immer weiter ausdehnen. Auch die Ackergewinnung für den ungehemmten Anbau von Soja spielt eine wesentliche Rolle bei der Vernichtung dieser biologisch reichhaltigsten Ökosysteme der Erde.
Damit geht eine einzigartige Artenvielfalt verloren, die wesentlich höher ist als die des Amazonas Regenwaldes!

Der Atlantische Küstenregenwald wird als einer der 25 wichtigsten "Hotspots" der Erde angesehen.

So sind hier ca. 6000 Tier –und Pflanzenarten nachgewiesen worden, wovon ein Großteil endemisch ist. Deshalb ist es so wichtig, die letzten intakten Bestände für die Nachwelt zu erhalten.
So wurden einige Gebiete zu Nationalparks erklärt, wovon hier die wesentlichen aufgezählt sind:
Serra da Bocaina (Rio de Janeiro und São Paulo), Superagüi (Paraná), Monte Pascoal und Costa do Descobrimento (Bahia).