Sie befinden sich: Brasilien> Wasserfälle von Iguazu

Wasserfälle von Iguazu





Entdeckt hat sie der Spanier Alvaro Nuñes im Jahr 1542. Die Bezeichnung Iguaçú ("Grosses Wasser") stammt von den lokalen Tupi-Guaraní-Indianern.

Die Iguaçu-Fälle bilden eine natürliche Grenze zwischen Brasilien und Argentinien.
Die Wasserfälle werden hauptsächlich vom gleichnamigen Fluss Iguaçú   gespeist. Auf dem Weg zu den Wasserfällen fließt eine Vielzahl von Nebenflüssen in den Iguaçú. Sie verteilen sich dann auf ca. 275 Wasserfälle mit einer Breite von 3 km. Die Wassermassen fallen ca. 80 m in die Tiefe.



Teufelschlucht

Ein besonderes Erlebnis ist die "Teufelsschlucht" auf der argentinischen Seite.
Hier treffen mehrere Flüsse direkt zusammen und stürzen dann hinunter.
Je nach Jahreszeit ergießen sich bis zu 1750 Kubikmeter pro Sekunde über die Felsenterassen des Wasserfalls.
In der so genannten Trockenzeit sind es dann nur um die 100-300 Kubikmeter pro Sekunde! Beide Seiten der Fälle brasilianische und argentinische Seite sind touristisch sehr gut erschlossen und können problemlos besucht werden. 

Durch die Gischt an den Wasserfällen, ist auf eine ausreichende wasserdichte Kleidung zu achten.
Besonders ist die Fotoausrüstung wasserdicht bei Bedarf einzupacken!



Um die Fälle erstreckt sich eines der größten zusammenhängenden Urwaldgebiete Südamerikas mit einer Gesamtfläche von ca. 250.000 Hektar. Davon entfallen auf die brasilianische Seite (Parque Nacional de Iguaçú) 185.000 ha und auf die argentinische Seite ( NP Parque Nacional Iguazu) 65.000 ha.
Diese NP's sind sehr artenreich an Flora und Fauna. In der Umgebung der Wasserfälle haben wir eine Vielzahl von Vögeln und Schmetterlingen angetroffen.
Für den Besuch sollten Sie ca. zwei bis drei volle Tage veranschlagen.

Weitere interessante Fotos finden Sie in meiner Bildergalerie Brasilien /Iguaçú.



Der Staudamm von Itaipú

In der Nähe der Iguaçú Wasserfälle und der gleichnamigen Stadt befindet sich der Staudamm von Itaipú, übersetzt "Singender Stein".
Er ist der weltweit größte Staudamm und hält ca.170 km gestaute Wassermassen zurück.
Dies entspricht etwa dem dreifachen Fassungsvermögen des Bodensees!

Von hier aus wird u.a. die größte Stadt Brasiliens, Sao Paulo, mit Elektroenergie versorgt.
Eine von 13 Turbinen ist ausschließlich für den Eigenbedarf von Paraguay reserviert und erzeugt den gesamten Strombedarf des Landes.
Im Stausee wurden bisher über 100 Fischarten nachgewiesen, die auch für die Versorgung der Bevölkerung dienen. 
Touristisch wurde das Gebiet in den letzten Jahren weiter ausgebaut und ein Vergnügungspark eingerichtet.
Das Wasserkraftwerk kann täglich besucht werden und es gibt einige Besuchspakete, die man je nach Interessenlage buchen kann.
Insgesamt lohnt sich ein Besuch!