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Pantanal (Brasilien )



@Fremdenverkehrsamt Brasilien

ist das größte Binnenfeuchtgebiet der Erde. Es erstreckt sich auf einer Fläche von ungefähr 230.000 km² und entspricht somit etwa Griechenland!

Der größte Teil liegt in Brasilien, in den Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul und dehnt sich über Bolivien und Paraguay aus. Das Pantanal ist von Hochebenen umgeben in denen die Flusssysteme entspringen.

Jedes Jahr während der Regenperiode, von November bis April, werden ca. 2/3 der gesamten Fläche überschwemmt.

Der Niederschlag im Pantanal beträgt im Durchschnitt 1.000 - 1.400 Millimeter. Es ist nicht viel im Vergleich zum Amazonas, aber das Gefälle der Flüsse ist extrem gering, nur 2 Zentimeter pro Kilometer in Nord-Süd Richtung.

Nach der Regenperiode beginnt die Trockenzeit. Die Wassermassen beginnen im Paraguayfluss in südlicher Richtung abzufließen. Dieser Fluss ist Teil des zweitlängsten Flusssystems in Südamerika und die Lebensader des Pantanal.

Durch die vielen Regenfälle bildet sich im Norden eine Flutwelle, die etwa 6 Monate braucht, bis sie im Süden abfließt. Deshalb steigen in der Trockenzeit noch einmal die Flüsse über die Ufer und überschwemmen enorme Landstriche. Am Ende der trockenen Jahreszeit bleiben nur wenige Wasserlachen, an denen sich die Wildtiere versammeln.

Das Pantanal ist für seine außergewöhnliche Vielfalt an Fauna und Flora bekannt und gilt als " das größte ökologische Schutzgebiet der Welt ". Deshalb hat die UNESCO das Pantanal in ihr Verzeichnis der "Heritages of Mankind" aufgenommen.

Die Vegetation ist dort eine Mischung aus drei der wichtigsten Ökosysteme Südamerikas; das "Chaco" mit seinen trockenen Wäldern im Süden, die Savanne, wie "Cerrado" im Osten und der Dschungel des Amazonas im Norden. Resultierend aus der Lage und dem Klima bestehen die Landschaften aus Sümpfen, saisonal überschwemmten Gras- und Waldlandschaften und verschiedenen Waldarten.

Im Pantanal leben viele bedrohte Tierarten wie Jaguar, Puma, Ozelot, Riesenotter, Wildschwein ("Pekari“) und der sehr scheue Tapir.

Das bekannteste Säugetier des Pantanal ist das größte Nagetier der Welt "Capybara“ (Wasserschwein). Im Pantanal gibt es nach Schätzungen mehr als 600 Vogelarten, darunter viele Papageienarten, wie der sehr gefährdete Blaue Hyazinth - Ara. Gleichfalls kommt hier der größte Storch Amerikas, "Jabiru“ genannt, sehr zahlreich vor.

Reptilien sind ebenso häufig und zahlreich anzutreffen. Besonders in der Trockenzeit kann man auf kleinsten Flächen große Ansammlungen
von Brillen-Kaimanen sehen.
Die legendäre Anakonda, kommt hier in zwei Unterarten vor und ist leider schwer zu finden.
In den vielen Flüssen und Seen leben hunderte Fischarten, wie zum Beispiel Piranhas und Welse.