Hyazinth-Ara (Anodorhynchus hyacinthinus)
ist ein Papagei aus der Gattung der Blauaras (Anodorhynchus).
Hyazinth-Aras sind mit rund 1 Meter Länge und einem Gewicht von 1,5 Kg die größte Papageienart der Welt.
Rund um die Augen sowie am unteren Schnabelansatz sind sie gelb gefärbt. Ansonsten ist das Gefieder und der sehr lange Schwanz leuchtend kobaltblau.
Die Anzahl der Zehen der Füsse beträgt vier. Unter Zuhilfenahme ihres Schnabels sind die Hyazinth-Aras gewandte Kletterer. Die Art ist sehr stark bedroht. In den angestimmten Lebensräumen leben nur noch wenige Exemplare.
Verbreitung:
Hyazinth-Aras kommen im Pantanal und Südostbrasiliens vor. Sie sind insbesondere in schwach bewaldeten Gegenden mit Palmenbestand anzutreffen. Sie sind gesellige Vögel und leben in kleinen Familienverbänden, bestehend aus mehreren Paaren und deren Jungtiere.
Nahrung:
Hyazinth-Aras ernähren sich von Samen, Nüssen und anderen hartschaligen Früchten. Diese werden mit Hilfe des kräftigen Schnabels problemlos geknackt. Der Hyazinth-Ara frisst vorwiegend in Bäumen, er pickt aber auch Fallobst und Nüsse vom Boden auf. Auf Nahrungssuche gehen sie in den Morgen- und Abendstunden.
Fortpflanzung:
Zur Brutsaison ziehen sich die Paare von den Familienverbänden zurück. Hyazinth-Aras leben in Einehe, obwohl sie als sehr gesellig gelten. Baumhöhlen sind die bevorzugten Brutstätten der Hyazinth-Aras. Selten werden Felsnischen als Brutplatz genutzt. Das Weibchen legt zwischen 2 und 3 Eier in das Nest, das während der gesamten Brutzeit vom Männchen bewacht wird. Die Brutzeit beträgt höchstens 30 Tage, die Aufzucht der Jungvögel etwa 100 Tage. In der Regel übersteht nur ein Jungtier die Nestlinkszeit. Anfangs sind die jungen Hyazinth-Aras nackt und blind. Die Jungtiere erreichen die Geschlechtsreife mit 4 Jahren. In Gefangenschaft liegt die Lebenserwartung bei bis zu 90 Jahren, in Freiheit bei rund 25 Jahren.
Bestand:
Der hohe Wert als Ziervogel hat den Bestand des Hyazinth-Aras erheblich dezimiert, so dass er heute zu den bedrohten Vögeln gehört. Die Nachzucht gelingt aber infolge besserer Forschung immer öfter.






